Änderung im vereinfachten Verfahren nach § 13 BauGB zur Änderung vom Maß der baulichen Nutzung und äußeren Gestalt der Gebäude; hier: Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses

Bebauungsplan Nr. 9 „Vockenstein, Pottenstein“

Der Stadtrat der Stadt Pottenstein hat mit Beschluss vom 20. September 2018 die 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 9 „Vockenstein“ betreffend den textlichen Festsetzungen als Satzung beschlossen. Dieser Beschluss wird hiermit gemäß § 10 Abs. 3 des Baugesetzbuches (BauGB) ortsüblich bekanntgemacht. Mit dieser Bekanntmachung tritt die 5. Änderung des Bebauungsplans in Kraft. Jedermann kann den Bebauungsplan mit der Begründung bei der Stadt Pottenstein, Forchheimer Straße 1, 91278 Pottenstein, Zimmer Nr. 16, während der allgemeinen Öffnungszeiten einsehen und über den Inhalt Auskunft verlangen.

 Die geänderte textliche Festsetzung lautet wie folgt:

  1. Die zulässige Zahl der Vollgeschosse unter Ziffer 2.1.3 wird wie folgt ergänzt:
  1. Nach dem Wort „Erdgeschoß“ wird das Wort „Dachgeschoß (E+D)“ ergänzt.
    Die GRZ bleibt unverändert.
    Die GFZ wird von 0,5 auf 0,6 erhöht.
  2. Die Ziffer 0.6.2 zur planerischen Festsetzung der Ziffer 2.1.3 und 2.1.15 erhält folgende neue Fassung:

Dachform:

Bei „E+D“            Satteldach 27 – 45 O
Bei „II“                 Satteldach 27 – 36 O

Dachdeckung:

Ziegel- und Betondachsteine in den Farben Rot, Braun, Grau oder Anthrazitfarben

Dachgaupen:

 

 

 

Zulässig sind Schlepp- oder Satteldachgauben.
Die Summe der Dachgaubenbreite darf maximal 1/3 der Dachlänge nicht überschreiten.
Der Abstand der Gauben von der Ortgangkante muss mindestens 2 m betragen.

Kniestock:

 

 

Bei „E+D“ zulässig bis zu einer Höhe von maximal 1,0 m, gemessen von Oberkante Fertigfußboden bis Unterkante Fußpfette.
Bei „II“ unzulässig.

Sockelhöhe:

Nicht über 0,50 m

Ortgang:

Überstand nicht über 0,8 m

Traufe:

Überstand nicht über 0,8 m

Traufhöhe/
Wandhöhe:



Wandhöhe bei „E+D“ talseitig nicht über 5,1 m ab natürlicher Geländeoberfläche.
Traufhöhe bei „II“ talseitig nicht über 6,50 m ab natürlicher Geländeoberfläche.

Die dem Bebauungsplan beiliegenden Geländeschnitte sind zu beachten.Fassaden:

 

Es sind nur helle Putzfassaden oder Holzverschalungen ohne auffallende Muster oder Farben zulässig. Sonstige Fassadengestaltungen unterliegen der Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde


Abstandsflächen:

Die Abstandsflächen nach Art. 6 BayBO sind zu beachten.

Ausnahmen:


Walmdächer (keine Krüppelwalmdächer) sind unter folgenden Voraussetzungen ausnahmsweise zulässig:
 - die Dachneigung darf maximal 28 O betragen
 - ein Kniestock darf nicht zur Ausführung gelangen
 - der Bauwerber muss auf die Errichtung von Dachgauben bzw. Dacherkern verzichten.

 

 Auf die Voraussetzungen für die Geltendmachung der Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften und von Mängeln der Abwägung sowie die Rechtsfolgen des § 215 Abs. 1 BauGB wird hingewiesen. Unbeachtlich werden demnach

  1. eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften,
  2. eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 BauGB beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans,
  3. nach § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorgangs und
  4. nach § 214 Abs. 2a im beschleunigten Verfahren beachtliche Fehler,

wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit Bekanntmachung des Bebauungsplans schriftlich gegenüber der Gemeinde geltend gemacht worden sind; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen. Außerdem wird auf die Vorschriften des § 44 Abs. 3 Satz 1 und 2 sowie Abs. 4 hingewiesen. Danach erlöschen Entschädigungsansprüche für nach den §§ 39 bis 42 BauGB eingetretene Vermögensnachteile, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruches herbeigeführt wird.

 

Pottenstein, den 15. Oktober 2018

i.V.

Brendel, 2. Bürgermeister

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